Shoppen und Flanieren: Schweizer in Konstanz

1,03 Franken kostete ein Euro am 10. August 2011. Vier Jahre zuvor, am 10. August 2007, waren es 1,64 Franken. Und schon 2007 kamen viele Schweizer zum Einkaufen, Flanieren und Ausgehen nach Konstanz. Schon damals schätzten viele Geschäfteinhaber, dass rund 50 Prozent Ihrer Kunden aus der Schweiz kommen. Und im Sommer 2011 sind es so viele, wie noch nie. Egal, ob Tagesschau, Heute, FAZ oder Süddeutsche Zeitung:

Kleider in Konstanz kaufen: Für Schweizer ein Schnäppchen
Der Ansturm eidgenössischer Kunden auf Konstanzer Geschäfte ist auf ein Mal Thema im ganzen Land: Ein anschauliches Beispiel eben für Konsequenzen aus den Turbulenzen um den Euro und die Flucht vieler Anleger in den vermeintlich sicheren Franken.

Die vielen Schweizer Nummernschilder auf Konstanz' Straßen und in den Parkhäusern sprechen eine klare Sprache: Im Sommer 2011 sind ganz besonders viele Menschen aus der Schweiz in Konstanz zu Gast. Aber, auch in den vergangenen Jahren sind viele Eidgenossen nach Konstanz zum Einkaufen gekommen und haben mit Freude an der Kasse einen Ausfuhrschein verlangt. Die deutsche Mehrwertsteuer wird damit zurückerstattet und für die Schweizer Mehrwertsteuer gibt es eine Freigrenze von 300 Franken (pro Person).


Flanieren in der Konstanzer Fußgängerzone
In Konstanz gibt es erstaunlich viele Geschäfte, wenn man bedenkt, dass die Stadt "nur" 80.000 Einwohner hat. Die beliebtesten (und teuersten) Geschäfte liegen in der Fußgängerzone. Besucher können also relativ stressfrei "flanieren". Letztlich verbinden viele Einkaufstouristen die Fahrt nach Konstanz mit einem ganz kurzen "Urlaub", gehen an den See und/oder in ein Restaurant.

Der Höhenflug des Schweizer Franken mag zu Ende gehen. Es werden wohl nicht immer so viele Schweizer nach Konstanz kommen, wie im Sommer 2011, einige aber sicher schon. Konstanz ist schließlich eine schöne Stadt. Und wenn irgendwann ein Mal der Euro für unsere Schweizer Freunde zu teuer sein sollte: Dann werden eben die Konstanzer wieder öfter über die Grenze fahren zum Einkaufen: Bei Migros, COOP etc. gibt es schließlich auch leckere Sachen.