Schon die Römer waren hier. Im Mittelalter wurde Konstanz eine reiche Handelsstadt. Das einzige Kirchenkonzil nördlich der Alpen fand hier statt. Konstanz blickt auf eine ereignisreiche Geschichte zurück.
Von 1414 bis 1418 war Konstanz Schauplatz einer mittelalterlichen Mammutveranstaltung: Ein neuer Papst wurde gewählt und die Spaltung der Kirche ("Abendländisches Schisma") beendet. Der Reformator Jan Hus wurde hier ermordet. Und die Stadt platzte vor lauter Besuchern aus allen Nähten.
König Sigismund hatte Jan Hus freies Geleit zum Konstanzer Konzil zugesichert. Trotzdem wurde der tschechische Reformator 1415 auf dem Scheiterhaufen vor den Toren von Konstanz hingerichtet. Sein Todestag, der 6. Juli, ist heute Nationalfeiertag in der Tschechischen Republik.
Warum war Konstanz im Mittelalter so bedeutend, dass dort ein Kirchenkonzil stattfand? Konstanz war um 1400 eine wohlhabende Industrie- und Handelsstadt. Leinenstoffe aus der Bodenseeregion wurden von hier aus in viele andere Länder verkauft.
Konstanz war von 600 bis 1821 Bischofssitz. Im 11. Jahrhundert wurde das Münster erbaut und seitdem vielfach um- und ausgebaut. Sein jetziger Turm wurde 1853 fertiggestellt.