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Naturschutzgebiete am Bodensee

Die Bodenseeregion ist von Menschen dichtbesiedelt. Zudem kommen jedes Jahr sehr viele Touristen hierher. Die Naturschutzgebiete sind wichtige Rückzugsräume für seltene Tierarten. Es ist sehr wichtig, dort rücksichtsvoll zu sein und sich an die Regeln zu halten (insbesondere: Auf keinen Fall die offiziellen Wege verlassen!).

Wollmatinger Ried

Das bei Konstanz und der Insel Reichenau gelegene Gebiet ist stolze 767 Hektar groß. Das Wollmatinger Ried wird aber durch Industrieanlagen und die Bundesstraße 33 von seinem Hinterland quasi abgeschnitten. Von der Wasserseite her ist das Naturschutzgebiet durch Wassersportler unter Druck, die immer wieder verbotener Weise in das gesperrte Areal einfahren. Es gibt regelmäßige Führungen. Wenn Sie z.B. mit dem Fahrrad über den Damm auf die Reichenau fahren, dann befinden sich am Wegrand Infotafeln über das Naturschutzgebiet. Und am Anfang der Insel Reichenau können Sie auf die Beobachtungsplattform Schopflen (in der Ruine) steigen. Von dort hat man einen guten Überblick über das Schutzgebiet.

Rheindelta

Zwischen der schweizerisch-österreichischen Grenze am Alten Rhein und der Dornbirner Ach stehen cirka 2000 Hektar unter Naturschutz. Das größte Naturschutzgebiet am Bodensee umfasst Flachwasserzonen, Schilfgebiete, Feuchtwiesen und Auwälder. Im Winter ist das Rheindelta einer der wichtigsten Rast- und Überwinterungsplätze für Wasservögel am See. Am besten erkunden kann man die Gegend an der Mündung des Rheins mit dem Fahrrad und zu Fuß (Infos vom Naturschutzverein Rheindelta).

Eriskircher Ried

Das 552 Hektar große Naturschutzgebiet liegt östlich von Friedrichshafen und ist gut mit dem Fahrrad zu erreichen. Es gibt hier zwei Lehrpfade und Besucherplattformen. Um die 300.000 Menschen besuchen das Eriskircher Ried pro Jahr. Deswegen ist es umso wichtiger, dass Sie als Besucher sich rücksichtsvoll verhalten (Infos Naturschutzzentrum Eriskirch).

Mettnau

Die Halbinsel Mettnau bei Radolfzell ist 3,5 Kilometer lang und bis zu 800 Meter breit. Kureinrichtungen befinden sich auf der 180 Hektar großen Insel und ein 140 Hektar großes Naturschutzgebiet. Es gibt einen Aussichtsturm. Zeitweise wird ein Teil des Naturschutzgebietes komplett für Besucher gesperrt, damit seltene Wasservögel ungestört ihre Jungen großziehen können (Infos vom NABU).

Aachried Bodman-Ludwigshafen

Die Aach auf dem Weg in den Bodensee
Aachried bei Bodman-Ludwigshafen

Der Fußweg zwischen Bodman und Ludwigshafen führt direkt durch das 130 Hektar große Gebiet. Eine Aussichtsplattform direkt am Wasser gibt es. Auch hier, an der Mündung der Stockacher Aach, leben viele seltene Vogelarten. Deshalb ist es auch hier ganz wichtig, Rücksicht zu nehmen (insbesondere: Die Wege nicht verlassen, Hunde an die Leine nehmen!).